"Ergreifend, intensiv, berührend". Das sind die Adjektive die viele Zuschauer benutzen um den Kurzfilm Faded zu beschreiben. Ein bedrückendes Kammerspiel mit den Schauspielern Dennis Madaus und Claudia Dalchow. Regisseurin Romina Schade gibt Einblicke zu Inspirationen und Motiven hinter dem Kurzfilm der Anfang des Jahres von Treehauz Media produziert wurde.

Romina Schade am Set von "Faded"

Romina Schade am Set von "Faded"

Ich wollte die Zuschauer mit einer undurchsichtigen Situation konfrontieren die sich nach und nach lüftet”

"Faded basiert auf meiner Kurzgeschichte In Prosperity and Adversity. Als Grundgerüst dienten einige Schlüsselemente wie die Eheringe als Zeichen der Verbundenheit und die Lüge die zwischen den beiden steht. Dabei dient die Lüge in der Kurzgeschichte dazu die Wahrheit zu vertuschen, im Film jedoch bringt sie die Wahrheit ans Licht."

Viele Dialoge der Kurzgeschichte wurden dabei für die filmische Umsetzung durch visuelle Anhaltspunkte ersetzt. 

"Der Spiegel ist das Symbol für die Betrügende die Reue zeigt. Etwas in ihrem Leben ist zerbrochen, auch andere Hinweise wie das Krankenhaus, die hängenden Tulpen, das Handy und die Ringe, tragen eine visuelle Sprache die dem Zuschauer viel Platz zum nachdenken und interpretieren lässt. Es war mir wichtig den Zuschauer mit einer undurchsichtigen Situation zu konfrontieren die sich nach und nach lüftet"

So sieht man das Gesicht der Hauptdarstellerin Claudia Dalchow zuerst nicht. Man ist im ungewissen warum sie im Krankenhaus ist, ob ihr ein Unfall zugestossen ist, was zwischen den beiden Protagonisten vor sich geht.

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"Die Dreharbeiten waren schwierig da sich zuerst ein geeignetes Krankenhaus finden musste. Danach musste ich lernen mit Unsicherheiten und neuen Situation umzugehen die meine erste Arbeit in der Regie mit sich brachten. Bei der Schauspielführung merkte ich wie schwierig es ist einen subtext zu transportieren und an genau den richtigen Stellen Betonung, Mimik und die Emotionen der Schauspieler zu steuern. Zum Glück hatte ich mit Claudia und Dennis großartige, hochprofessionelle Schauspieler zur Verfügung die mich unterstützt und inspiriert haben"

Dabei kam Romina Schade ihre umfangreiche Erfahrung als Line Producerin und Assistant Director zur gute. Bei der Produktion unterstützte sie ihr Treehauz Media Team. Die Produzenten Sebastian Sewczyk und Nina Leidiger regelten die organisatorischen Abläufe während sich Rene Zhang für Kameraarbeit und technische Abläufe verantwortlich zeigte.

"Mein Treehauz Media Team war natürlich auch eine große Unterstützung. Wir sind inzwischen ein eingespieltes Team und schafften es den Film innerhalb einer Woche zu konzipieren, organisieren und zu drehen. Während der Postproduktion liefen dann alle Fäden bei mir zusammen: Schnitt, Colorcorrection, Soundschnitt bis hin zum gestalten des Filmplakates. So machen wir das im Treehauz: Alles aus einer Hand"

Dabei galt es viel über Workflows im Rahmen der Postproduktion zu lernen. Grade das Zusammenspiel von Final Cut X als Schnittprogramm und Da Vinci Resolve für die Farbkorrektur waren neue Heruasforderungen.

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Mir war ein kühler, weicher Look wichtig um die Atmosphäre des Krankenhauses und die Stimmung zwischen den Charakteren zu unterstreichen.

"Bei meiner Arbeit für Treehauz habe ich gelernt wie wichtig ein individueller, cineastischer Bildeindruck bei Produktionen wie dieser ist. Mir war ein kühler, weicher Look wichtig um die Atmosphäre des Krankenhauses und die Stimmung zwischen den Charakteren zu unterstreichen. Ganz im Sinne des Titels "Faded" halt. Dabei musste ich eine Menge neuer Dinge über professionelle Farbkorrektur lernen."

Zu guter Letzt steuerte Julian Kantus einen Emotionalen, kühlen Soundtrack bei, der genau wie die Bilder eishart auf den Zuschauer nachwirkt. 

"Ich bin sehr zufrieden mit Julians Musik. Er hat es verstanden meinen Film mit seiner individuellen, musikalischen Note zu verfeinern."

Promises made, sometimes fade. "Faded" ein Kurzfilm von Romina Schade.